Matthias Politycki [] (* 20. Mai 1955 in Karlsruhe) ist ein deutscher Schriftsteller. Er hat Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays sowie Hörbücher publiziert und gilt als Weltreisender unter den deutschen Autoren. Bekannt wurde er vor allem durch seinen Weiberroman, seine Kreuzfahrtsatire In 180 Tagen um die Welt und zuletzt durch den Roman Das kann uns keiner nehmen. Seine Bücher wurden ins Englische, Französische, Italienische, Japanische und Chinesische übersetzt. Viel beachtet wurden auch einige seiner Artikel, mit denen er in Debatten des Feuilletons eingriff oder sie anregte. Im Juni 2025 wurde Matthias Politycki zum Präsidenten der Autorenvereinigung PEN Deutschland gewählt.
Matthias Politycki ist in München aufgewachsen und besuchte dort das Maria-Theresia-Gymnasium. Nach dem Abitur 1974 leistete er den Grundwehrdienst beim Jägerbataillon 541 in Neuburg/Donau ab, entschloss sich nach seiner ersten Wehrübung jedoch, den Wehrdienst nachträglich zu verweigern, und wurde am 21. Dezember 1977 als Kriegsdienstverweigerer anerkannt. Von 1975 bis 1987 studierte er Neuere deutsche Literatur, Philosophie, Theater- und Kommunikationswissenschaft an den Universitäten München und Wien. 1981 erlangte er den Grad eines Magisters, 1987 promovierte er bei Walter Müller-Seidel in München mit einer Arbeit über Umwertung aller Werte? Deutsche Literatur im Urteil Nietzsches zum Doktor der Philosophie. Nach drei Semestern Lehrtätigkeit als Akademischer Rat am Münchener Institut für Deutsche Philologie wechselte er 1990 zum Beruf des freien Schriftstellers, wobei er bis 1999 nebenbei noch als fester freier Lektor für den Verlag C.H. Beck in München tätig war. Von 2000 bis 2005 veranstaltete Politycki – er suchte immer wieder die ästhetische bzw. poetologische Diskussion – die „Ohne Titel“-Tagungen von Autoren, Lektoren und Kritikern auf Schloss Elmau. 2011 war er Kurator beim Literaturfest München. Matthias Politycki ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, des Österreichischen PEN-Clubs und der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Er lebte in Hamburg und München. 2021 zog er nach Wien,[1][2] sein Umzug „dürfte wohl der am meisten kommentierte seiner Art in der jüngeren deutschen Literaturgeschichte sein“.[3]
Quelle: Wikipedia